Die Textilindustrie ist nach der intensiven Landwirtschaft die umweltschädlichste und einflussreichste der Welt. Es verbraucht etwa 93 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr, wovon allein Kleidung 62 Milliarden Kubikmeter ausmacht: eine sehr hohe Wasserverschwendung. Bestimmte Daten zum weltweiten Wasserverbrauch sind jedoch nur sehr schwer zu erhalten, da die Modebranche über eine sehr lange und umfangreiche Produktionskette verfügt, die vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt reicht. Tatsächlich kann es sein, dass ein Kleidungsstück, bevor es in Ihren Kleiderschrank gelangt, Tausende von Kilometern um die Welt gereist ist, um seine verschiedenen Bestandteile zusammenzusetzen.
Wasser wird in verschiedenen Phasen der Herstellung eines Kleidungsstücks von der Verarbeitung der Rohstoffe bis zum Färben verwendet, zu dem oft noch seine Verschmutzung hinzukommt: der Einsatz von Pestiziden beim Anbau des Rohstoffs, die verschiedenen Wasch- und Färbevorgänge, aber auch die Freisetzung von Mikroplastik aus synthetischen Stoffen. Wasserverschwendung entsteht nicht nur während der Produktionsphase eines Kleidungsstücks, sondern auch bei seiner „Heim“-Pflege; Schätzungen zufolge benötigen Waschmaschinen weltweit jährlich zusätzlich 20 Milliarden Kubikmeter Wasser. Obwohl Transparenz bei der Wasserbewirtschaftung und dem Wasserschutz unerlässlich ist, sind die Unternehmen leider nicht daran gewöhnt, die notwendigen Tests durchzuführen oder bekannt zu machen und öffentlich zu machen. Daten zu haben bedeutet, die biologische Vielfalt, die Arbeitnehmer und ihre Gemeinschaften zu schützen.
Lösungen für das Problem
Das Problem ist nicht so sehr, wie viel Wasser die Faser zum Wachsen benötigt, sondern wie sie genutzt wird. In Entwicklungsländern beispielsweise sind neue abfallfreie Ressourcenmanagementpraktiken noch nicht sehr verbreitet, insbesondere in Ländern, in denen Dürre herrscht. Viele große Produktionsländer wie China, Indien, die Vereinigten Staaten, Pakistan und die Türkei leiden unter großem Wasserstress. Zu den globalen Lösungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs gehört in erster Linie die Implementierung zirkulärer Produktionssysteme. Nur eine perfekte Kreislaufwirtschaft in der Lieferkette würde die Rückgewinnung von Ressourcen bei gleichzeitiger Minimierung des Abfalls ermöglichen, ein Ziel, das jedoch nur sehr schwer zu erreichen ist.
Ein weiterer Wendepunkt ist sicherlich die Verwendung von Fasern biologischen Ursprungs , eine kurzfristig pragmatischere und praktikablere Lösung, die erheblich dazu beitragen würde, die Auswirkungen der Lieferkette auf die Umwelt zu verringern. Der Anbau von Baumwolle im ökologischen Landbau durch Fruchtwechsel, bei dem jede Parzelle im Laufe der Jahre verschiedenen Kulturen gewidmet wird, macht den Boden fruchtbarer und daher weniger wasserbedürftig. Außerdem wird der Einsatz von Pestiziden ausgeschlossen, ein Vorteil für die Grundwasserleiter, die so vor weiterer Verschmutzung geschützt werden. Die Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs stellt das Hauptziel der Nachhaltigkeit dar.
OWN OFF WITH NATURE ist die nachhaltige und international zertifizierte Modemarke, die ihre Produktionskette auf die Reduzierung der Wassermenge und die Einsparung von Energieressourcen ausrichtet und so die Auswirkungen ihrer Produktion auf den Planeten erheblich reduziert.
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